top of page

2025 – uiuiuiuiui. Aber immerhin im Rheinland.



Schreib ich jetzt noch einen Jahresrückblick oder nicht?

Lieb ich mich, lieb ich mich nicht?

War es ein gutes Jahr – oder eher nicht?


Fragen über Fragen. Wieder ein Jahr voller Entscheidungen, Veränderungen – und auch voller innerer Gerichtsurteile.

In meiner ganz eigenen Tradition zieh ich auch 2025 mit einem eher kritischen Fazit den Vorhang zu:

Wieder nicht genug performed. 

Wieder nicht alle Ziele erreicht.

Aber Moment. Hatte ich überhaupt echte Ziele? Hab ich sie so verfolgt wie ich es von anderen erwarten würde? Konsequent? Waren sie ambitioniert aber realistisch formuliert? Hmmmm.


Drei Lebensbereiche. Drei Wahrheiten.

Ich teile mein Leben gerne – zumindest gedanklich – in drei Bereiche auf:


Private Life – Business Life – Health


Private Life: 10 von 10

Hier geht mein Daumen hoch. Ich bin Vater, Partner, Freund – und das mit voller Überzeugung. Wenn ich mir mich selbst mit 80 vorstelle, will ich in erster Linie als der Mensch in Erinnerung bleiben, der da war

Nicht der mit den meisten PowerPoint-Folien.

2025 war in dieser Hinsicht ein großes Jahr: Wir sind zurück ins Rheinland gezogen. Ein riesiger Schritt, den wir als Familie innerhalb von drei Monaten durchgezogen haben. Und wir sind angekommen. Nicht nur mit den Möbeln, sondern wirklich – emotional.

Vieles Neu. Vieles bekannt und bewährt. Es fühlt sich an, als wären wir nach Hause gekommen. Gut so.

Ich übersehe das oft. Tue es ab. Pack es in die Schublade „Machen andere ja auch“. Aber: Nicht alle schaffen sowas ohne Blessuren. Wir schon. Und das ist erwähnenswert. Das darf uns stolz machen.


Business Life: It’s complicated.

Ein Foto meines Desktops würde hier als Kommentar wahrscheinlich reichen. 1.000 Tabs geöffnet.

Selbstständigkeit – mein Drahtseilakt zwischen Freiheit und Sicherheitsbedürfnis. Ich liebe es, meine Zeit frei einzuteilen. Aber ich brauche Strukturen, um zu funktionieren. Wenn man beides gleichzeitig lebt, wird's schnell wackelig.

Intro- und extrovertierte Teil sind in etwa im gleichen Maße vorhanden, was immer mal dazu führt, dass es innerlich zuppelt und zerrt am so wichtigen Nervenkostüm, das an schlechten Tagen ganz schön dünn ist.

Ein ambitioniertes und ehrgeiziges ICH gepaart mit sensiblen Anteilen in einer Welt von Silberrücken-ähnlichen Strukturen wie dem Fußball helfen an schwierigen Tagen nicht unbedingt.

Ich will für mich gesehen werden. Nicht für Titel. Aber: Mein berufliches Wohlbefinden beeinflusst mein familiäres – und umgekehrt. Machen wir uns mal nichts vor. Deshalb wird 2026 anders. So oder so.


Health: Da ist noch Luft nach oben

Gesundheit ist die Basis. Körperlich wie mental.

2025 war, sagen wir mal, unangenehm beweglich. Fibromyalgie – oder der Verdacht darauf – hat sich eingeschlichen. Erst punktuell, dann flächendeckend. Ich kann’s nicht genau sagen, aber mein Körper und ich haben aktuell kein entspanntes Verhältnis.

Dazu: Der Tod beider Eltern im Jahr zuvor. Das verändert Blickwinkel. Auf Gesundheit. Auf Beziehungen. Auf Zeit.


Und jetzt?

Ich ziehe ein durchschnittliches Fazit für das vergangene Jahr und gehe halbwegs optimistisch und beschwingt ins Jahr 2026.

Nicht zu euphorisch, aber auch nicht ängstlich. Wichtig bleibt die Erkenntnis, dass es immer wieder darum geht selbstwirksam zu bleiben. Verantwortung zu übernehmen, wenn geboten und sie zu teilen, wenn Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Die Kunst besteht darin, den richtigen Zeitpunkt dafür festzulegen. Es hilft, sich den eigenen Mix aus Gewinnen, Verlusten und offenen Baustellen mal ehrlich anzuschauen.

Nicht alles war schlecht. Nicht alles war gut. Aber vieles war echt.

Und das reicht manchmal.


Auf ein gutes 2026. Prost.

 
 
 

Kommentare


bottom of page